Daniel Pietzsch

Personal blog. Mostly photos.

Street Photography: Prozess um Fotos im öffentlichen Raum per Crowdfunding finanziert | heise online

Für viel Aufmerksamkeit und Verärgerung sorgt derzeit ein Bild, das es nirgendwo zu sehen gibt. Abgebildet ist eine elegant gekleidete Frau im Leopardenmantel, die mit Einkaufstüten die Straße am Berliner Bahnhof Zoo überquerte. Fotografiert wurde die Dame von Espen Eichhöfer, Mitglied der renommierten Agentur Ostkreuz. Das Problem: Eichhöfer hatte die Dame weder über das Foto informiert, noch um ihr Einverständnis zu einer Veröffentlichung des Bildes gebeten. Als die Abgebildete ihr Konterfei später im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung entdeckte, war sie damit nicht einverstanden und ließ sowohl den Fotografen als auch die Agentur abmahnen. Eichhöfer gab auf Basis dieser Abmahnung eine Unterlassungserklärung ab und verpflichtete sich, das Bild nicht weiter zu verwenden. Hiermit gab sich die Betroffene aber nicht zufrieden und klagte gegen beide vor dem Landgericht Berlin. Dort verlangte sie die Zahlung von mindestens 5.500 Euro als Entschädigung und Lizenzgebühr, sowie Ersatz von zweimal knapp 1.200 Euro Abmahnkosten.

Warum sind Leute so, und verklagen direkt? Geldgier?

Fotos von Fremden ohne deren explizites Eingeständnis zu veröffentlichen birgt in Deutschland auf jeden Fall ein Risiko. Ich find’s albern und würde mir wünschen, wenn bei dem Prozess ein sinnvolles Urteil ergeht.